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Monatliche Archive

Video: Lawrence Lessig zur Zukunft des Urheberrechts

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Vergangenen Montag wurde in Deutschland der sogenannte „zweite Korb“ verabschiedet: das Gesetz, dass das deutsche Urheberrecht in Hinblick auf die Digitalisierung grundlegend modernisieren soll. Das Gesetz stützt dabei konsequent die Interessen der Content-Industrie – häufig auf Kosten der Künstler, häufig auch auf Kosten der Konsumenten.

Führt dieser Weg in die richtige Richtung? Nein, meint Lawrence Lessig, Professor für Urheberrecht und Vordenker der Copyleft-Bewegung. In einem eindrucksvollen Vortrag beschreibt Lessig seine Position.

Das Video nach dem Klick. Artikel vollständig lesen

Contergan-Film heute im Fernsehen

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Nach knapp zweijährigem Rechtsstreit werden heute und morgen Abend die zwei Teile des Films „Contergan“ (Teil 1 „Eine einzige Tablette“, Teil 2 „Der Prozess“) von ARD und ORF im Fernsehen gezeigt.

Der Film behandelt den Skandal um das Arzneimittel Contergan, welches vor 50 Jahren auf den Markt kam und für Fehlbildungen von tausenden Kindern verantwortlich ist. In dem Rechtsstreit um den Film standen sich Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrechte gegenüber: Auf der einen Seite plädierten die Filmhersteller und der Auftraggeber WDR für eine Ausstrahlung, da es sich bei dem Film um ein Kunstwerk handele. Auf der anderen Seite sahen sich sowohl der Pharmahersteller Grünenthal als auch ein früherer Anwalt von Contergan-Geschädigten durch die Darstellung in ihren Rechten verletzt.

Im September hatte dann das Bundesverfassungsgericht im Rahmen eines Eilantrags entschieden, dass der Film gesendet werden darf. Grund für die Entscheidung war vor allem, dass die Erstausstrahlung des Films an einen zeitgeschichtlichen Jahrestag geknüpft sei. Eine Verfassungsbeschwerde von Grünenthal und dem Anwalt Karl-Hermann Schulte-Hillen ist noch anhängig.

Der Sendetermin ist heute, 20 Uhr 15 in der ARD.

Bisherige Berichterstattung bei Telemedicus. Artikel vollständig lesen

Brauchen wir einen digitalen Waffenschein?

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Gegen den neu eingeführten § 202c StGB läuft bereits wenige Wochen nach seiner Einführung die erste Verfassungsbeschwerde.

Viele Vertreter aus der IT-Sicherheitsbranche halten das Gesetz für wenig sinnvoll, weil es ihre eigentlich notwendige Tätigkeit kriminalisiert: Nicht nur Computerkriminellen wird der Umgang mit Hacking-Software verboten, sondern auch denjenigen, die sich mit der Hacking-Abwehr beschäftigen.
Weil sich, dem Wortlaut nach, selbst Mitarbeiter von Bundesbehörden strafbar machen würden, reagiert auch die Strafrechtspflege mit einer extrem restriktiven Auslegung. Artikel vollständig lesen

Kulturrat: Dossier über Verwertungsgesellschaften

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Der Deutsche Kulturrat hat ein Dossier über Verwertungsgesellschaften veröffentlicht. Es geht um das Prinzip der kollektiven Rechtewahrnehmung: Verwertungsgesellschaften wie die GEMA oder VG Wort bekommen von Urhebern Nutzungsrechte an ihren Werken eingeräumt, diese Rechte vermarkten sie dann an Dritte und übernehmen das Inkasso. Die erwirtschafteten Erträge werden wieder unter den Künstlern verteilt.

Verwertungsgesellschaften – Kultur oder Kommerz, dieser Frage wird im puk-Dossier nachgegangen. Es wird die Geschichte von Verwertungsgesellschaften vorgestellt, aktuelle Herausforderungen geschildert und nach der Zukunft der Verwertungsgesellschaften gefragt.

Zum Dossier des Kulturrates (PDF).
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USA: Drehbuchautoren treten in Streik

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Die Writers Guild of America, Vereinigung der amerikanischen TV- und Hollywoodautoren, befindet sich seit Montag im Streik. Die Autoren fordern einen fairen Anteil an den Einnahmen aus DVD-Verkäufen und dem Internetgeschäft. Bisher erhalten sie einen verschwindend geringen Anteil der Umsätze, ein Berechnungsmodell noch aus Zeiten der Videokassette.

Jeder weiß, was eine DVD kostet und ein Autor bekommt vier bis fünf Cent je verkaufter DVD. Wir verlangen acht, und das wird als himmelschreiend verurteilt.

beklagte Drehbuch-Autor Bryce Zabel, ehemaliger CNN-Korrespondent und Vorsitzender der Academy of Television Arts and Sciences. Die Drehbuchschreiber argumentieren, dass sie seinerzeit Zurückhaltung geübt hätten, um die kriselnde Branche nicht zusätzlich zu belasten, fordern nun aber einen gerechten Anteil an den Milliardenerlösen der Branche. Zuletzt traten die Autoren 1988 in einen fünfmonatigen Streik, dieser kostete die Medienindustrie ca. 500 Mio. Dollar. Die Produzenten haben aber diesmal vorgesorgt und viele Serien-Skripte und Film-Drehbücher auf Vorrat schreiben lassen.

Zur Meldung von Heise Online.

Zur Meldung von Welt Online.

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Hackertools: Kein Ermittlungsverfahren gegen das BSI

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Hackerparagraph ein Tiger ohne Zähne?

Das IT-Magazin TechChannel hatte gegen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Strafanzeige erstattet, weil dieses in einer Softwaresammlung u.a. auch sog. „Hackertools“ zum Download angeboten hatte. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat daraufhin jedoch kein Ermittlungsverfahren gegen BSI eingeleitet.

Konkret ging es dabei um das Passwort-Cracking-Programm „John the Ripper“, mit dessen Hilfe verschlüsselte Passwörter geknackt werden können. Artikel vollständig lesen

Schon mal sich selbst gegoogelt? – Start von „yasni.de“

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Wer Informationen über eine bestimmte Person herausfinden möchte, der nutzt heutzutage eine Suchmaschine. Dieses gängige Verfahren wird nicht nur von neugierigen oder interessierten Bekannten, sondern ganz selbstverständlich auch von aktuellen oder künftigen Arbeitgebern und Geschäftspartnern angewendet. Doch nicht immer tauchen dabei Suchergebnisse auf, die tatsächlich der gesuchten Personen zugeordnet werden können oder die der Gesuchte über sich im Internet publiziert wissen möchte. Bislang hatte derjenige, dessen Namen im Internet auftaucht, wenig Chancen, Einfluss auf die Ergebnisse von Suchmaschinen zu nehmen.

Dies könnte sich nun ändern: Seit letzter Woche existiert die erste deutsche Personen-Suchmaschine, „yasni“, bei der ein jeder kostenlos ein eigenes Profil anlegen kann. Und dabei selbst bestimmt, welche Informationen im Netz er mit seinem Namen in Verbindung bringen möchte. Rufpflege im Internet also.

„Yasni“ sucht Informationen zu dem Namen einer Person, indem es sämtliche im Internet verfügbaren Seiten durchforstet: Nachrichtenartikel, private Homepages, Social Networks, sowie die Ergebnisse anderer Suchmaschinen. Wer sich registriert erhält ein eigenes Profil: Hier werden die gesammelten Suchergebnisse aus allen Quellen angezeigt, es besteht aber die Möglichkeit, gewisse Ergebnisse auszusortieren oder gezielt einzustellen. Dieses Profil wird auch bei einer Suche über andere Suchmaschinen wie Google angezeigt.

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Call-In-Shows: Schradin-Beleidigung hat Nachspiel

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Vor kurzem sorgte der Neun-Live-Moderator Max Schradin für einen Skandal, indem er den Moderator eines anderen Gewinnspielanbieters vor laufender Kamera als „blonden Pädophilen“ betitelte. Nach Informationen der SZ hat die für Neun Live zuständige Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) jetzt eine Stellungnahme zu dem Vorfall eingefordert. Der Sender solle darlegen, was den Moderator zu seinem Ausfall getrieben hat. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), wird dazu von der SZ wie folgt zitiert:

„Der Artikel 5 des Grundgesetzes zur Rundfunkfreiheit deckt eine Menge Dinge ab, die uns nicht gefallen, die wir aber ertragen müssen.“

Dies beinhalte jedoch nicht die Diskriminierung einer anderen Person, so Schneider weiter. Man werde den Fall daher in die Gemeinsame Stelle Programm, Werbung und Medienkompetenz (GSPWM) einbringen, die u.a. für die Einhaltung der Programmgrundsätze sowie für Fragen der Programmqualität zuständig ist. Konsequenzen seien aber noch nicht abzusehen, so ein Sprecher der BLM. Die SZ schätzt den weiteren Verfahrensweg aber wohl realistisch ein:

Die Medienwächter (…) könnten dem Quizkanal wegen Schradins Ausfällen im äußersten Fall eine Beschwerde übermitteln, die der Sender dann veröffentlichen muss. Die große Zahl der Anrufer dürfte das jedoch nicht beeinträchtigen.

Zur Meldung der Süddeutschen Zeitung Artikel vollständig lesen

Kundgebung gegen Vorratsdatenspeicherung am 6.11.

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Foto: ozeflyer

In über 35 deutschen Städten wird am Dienstag, 6.11., zwischen 17.00 und 19.00 Uhr demonstriert: gegen die Vorratsdatenspeicherung. Hierzu ruft der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung auf. Dieser will aus „gut unterrichteten Kreisen“ erfahren haben, dass der Bundestag in der kommenden Woche über die Verschärfung der Telekommunikations-Überwachung und Vorratsdatenspeicherung abstimmen wird. Die bundesweiten Kundgebungen sollen den Politikern kurz vor der Entscheidung erneut die Skepsis der Bevölkerung vor Augen führen: Schon bei der letzten Demonstration in Berlin im September bekannten sich 15.000 Teilnehmer als Kritiker der Vorratsdatenspeicherung.

Zu dem Aufruf des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung mit weiteren Informationen.

Vorratsdatenspeicherung: Rechtliche Hintergründe (Telemedicus). Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick: EuGH, Videoüberwachung, Hackerparagraph

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+++ EuGH: Call-In-Shows können Teleshopping oder Werbung sein

+++ Domain-Betrug? Interne Ermittlungen bei der ICANN

+++ Preiserhöhungen: Unitymedia abgemahnt

+++ Hulu.com: NBC und Fox starten eigenen IPTV-Dienst

+++ OpenSocial: Google verbündet sich mit MySpace gegen Facebook

+++ BMI will Überwachungsvideos künftig länger speichern

+++ Verfassungsbeschwerde gegen „Hackerparagraph“

+++ EU-Kommission untersagt DVB-T-Förderung in NRW

+++ Telemedicus-Urteilsdatenbank: Aktueller Stand und Verbesserungen Artikel vollständig lesen