Telemedicus

Monatliche Archive

Mediendatenbank der LfM

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Wer ist der zweitgrößte Medienkonzern Deutschlands? Die ARD. Das ist das Ergebnis eines Rankings der deutschen und internationalen Medienkonzerne, das die Landesanstalt für Medien NRW ins Netz gestellt hat. Unter www.mediadb.eu finden sich die Listen, außerdem Dossiers zu den wichtigsten Unternehmen im Medienbereich.

Im internationalen Vergleich erreicht die ARD übrigens immer noch Platz 18 – eine Stufe höher als die britische BBC.

Zur Datenbank. Artikel vollständig lesen

Wider besseres Wissen

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Der wissenschaftliche Dienst beim Deutschen Bundestag hat die Aufgabe, politische Entscheidungen fachlich vorzubereiten. Er soll die höchsten deutschen Entscheidungsträger so informieren, dass sie in der Lage sind, kompetent politische Entscheidungen zu fällen. Dies er auch im Fall der Vorratsdatenspeicherung versucht, in dem er ein zwanzig Seiten langes Gutachten zur „Zulässigkeit der Vorratsdatenspeicherung nach europäischem und deutschem Recht“ schrieb.

Das Ergebnis des Gutachtens:

Es bestehen Bedenken, ob die Richtlinie in der beschlossenen Form mit dem Europarecht vereinbar ist. (…)

Auch diesbezüglich erscheint es zweifelhaft, dass dem Gesetzgeber aufgrund der europarechtlichen Vorgaben eine verfassungsgemäße Umsetzung gelingen wird.

(Hervorhebungen auch im Original)

Das Gutachten stammt vom 3. August 2006. Der Rest ist (Rechts-) Geschichte.

Zum Gutachten (PDF). Artikel vollständig lesen

Musik online kaufen – illegal immer noch am einfachsten

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Nicorola schreibt über seine Erfahrungen beim Musik-Shoppen im Internet:

Sollte mir das Album gefallen, dann möchte ich es vielleicht kaufen. eMusic hat es noch nicht oder bekommt es auch nie. Tunetribe bietet diesen Künstler nur im WMA-Format, Bleep und Finetunes liefern keine Ergebnisse, akuma hat das Album auch nicht. iTunes hat zwar seit diesem Jahr iTunes Plus, nur leider nicht die Musik dieses Labels. Und wo bekomme ich das Album schließlich ohne Probleme? Als Torrent-Datei oder in einer Tauschbörse. Und das auch noch umsonst. Das ist zwar illegal, aber am Ende einer langen Suche komfortabel und dann auch egal.

Mit dieser Erfahrung dürfte er exemplarisch für den typischen Musikfan von heute stehen: Er ist durchaus bereit, Geld für Musik auszugeben – aber schlicht nicht in der Lage, ein passendes Angebot zu finden. Denn während die Musikindustrie Millionen darin investiert, illegale Konkurrenten auszuschalten (und dabei den ein oder anderen Kollateralschaden in Kauf nimmt), tut sie sich extrem schwer damit, eigene, konkurrenzfähige Angebote zu schaffen. Eine Strategie, die alles andere als zukunftsgerichtet ist.

Zum Artikel bei Nicorola.

Auch sehr interessant:

„Wie es die Musikindustrie noch ins 21. Jahrhundert schaffen kann“ auf Spreeblick. Artikel vollständig lesen

Kommentar: Vorabkontrollpflicht bei Blogs ist verfassungswidrig

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Ein Kommentar von Benjamin Küchenhoff.

Das LG Hamburg hat in der vergangenen Woche entschieden, dass der bloggende Journalist Stefan Niggemeier pflichtwidrig gehandelt hat, als er den beleidigenden Kommentar eines Lesers, abgegeben am Sonntag um 3:37 Uhr, erst sechseinhalb Stunden später entdeckte und löschte (Telemedicus berichtete; siehe auch hier). Das schriftliche Urteil liegt noch nicht vor.

Von der mündlichen Verhandlung berichtet Stefan Niggemeier heute selbst in seinem Blog, und spricht einen wunden Punkt an:

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Filesharing und Strafverfolgung

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Frühmorgens klingelt es Sturm an der Haustür. Die Polizei steht mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür und beschlagnahmt in den folgenden anderthalb Stunden alle Computer und Datenträger des selbständigen Grafikers, der mit seiner Familie im Grünen lebt und arbeitet. Die PC-Ausstattung wird der Familienvater nie wiedersehen. Sie wird öffentlich versteigert. Alle beruflichen Unterlagen sind weg, sämtliche Sicherungskopien, die Aufzeichnungen fürs Finanzamt, sogar die privaten Familienfotos. Der Anlass für dieses spektakuläre Eingreifen der Staatsmacht ist banal: Der 13 Jahre alte strafunmündige Sohn hat Musik aus dem Internet kopiert.

Die FAZ schreibt über Filesharing und Strafverfolgung. Artikel vollständig lesen

Bundesregierung beantwortet Fragen zur Quellen-TKÜ

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Die Bundesregierung hat auf eine erneute kleine Anfrage zum Thema „Rechtsstaatliche Probleme bei der Überwachung der Telekommunikation über das Internet“ geantwortet. Bereits im Oktober sah die FDP-Fraktion Klärungsbedarf bezüglich der Durchführung von Quellen-Telekommunikationsüberwachung – und hat nun noch einmal nachgehakt: Wie weit sind auch Internet-Telefongespräche durch das Fernmeldegeheimnis geschützt?

Die Krux mit der Kryptierung…

Das Problem ist, dass Dienste wie Skype Verschlüsselungstechniken verwenden. Die übermittelten Daten sind für die Überwachungsbehörden nutzlos. Quellen-TKÜ setzt deshalb vor der Verschlüsselung an. Ähnlich wie bei der Online-Durchsuchung wird eine Spionagesoftware auf den Rechner aufgespielt. Diese übermittelt die z.B. in das Mikrophon eingegebenen Daten bevor sie (in verschlüsselter Form) gesendet werden. Die Bundesregierung sieht in der Einschleusung des Programms keinen Grundrechtseingriff. Artikel vollständig lesen

Podcast: GEMA und das Problem internationaler Lizenzen

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Erst kürzlich hat sich Youtube mit der GEMA über Musiklizenzen für Deutschland geeinigt. Aber bedeutet das, dass nun jeder jedes Musikstück in seinen Youtube-Videos nutzen kann? Und warum muss Youtube eigentlich die Musikrechte in jedem Land einzeln verhandeln? Welche Rolle spielen dabei die Plattenfirmen und die „Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten“ GVL?

Laura Dierking vom J!Cast hat nachgefragt. Und zwar bei Dr. Kerstin Bäcker von der Kanzlei Lausen in Köln.

J!Cast 46 „GEMA auf europäisch – internationale Lizenzierung von Musik“. Artikel vollständig lesen

Streit um die Rundfunkqualität von Web-TV

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Wann soll Online-TV Rundfunk sein? Erst kürzlich befand die Kommission zur Ermittlung der Konzentrationskontrolle im Medienbereich (KEK), dass die Schwelle von zulassungsfreien Telemedien zum zulassungspflichten Rundfunk überschritten sei, wenn das Video 500 mal zeitgleich abgerufen werden kann. Diese Definition ist aber nicht unumstritten.

Die Definition der KEK deckt sich mit jener der Landesmedienanstalten. Diese sind u.a.für die Lizenzierung privater TV-Sender zuständig und streben eine Lizenzpflicht für all jene Web-TV-Angebote an, bei denen die Möglichkeit von 500 zeitgleichen Zugriffen besteht. Die Pläne stoßen jedoch zunehmend auf Widerstand. Artikel vollständig lesen

Kritik an personalisierter Werbung

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Werbung ist der Finanzierungsmotor im Internet und wird allem Anschein nach in Zukunft eine beherrschende Rolle einnehmen. Kürzlich erklärte Microsoft-Firmenchef Steve Ballmer auf einem Aktionärstreffen, dass das Unternehmen seine Einnahmen im Werbebereich massiv steigern wolle. Auch Google baut immer stärker auf die Werbeoption, neuerdings auch im Mobilfunkgeschäft.

Mehr Werbung bei „social networks“

Größtenteils auf Werbung verzichtet haben bisher die Sozialen Netzwerke. Hier ist seit einiger Zeit jedoch Veränderung in Sicht. Bestimmte Werbepraktiken sind aber gerade in YouTube, StudiVZ, Facebook & Co nicht ganz unumstritten.
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Übersicht: Presserecht für Journalisten und Blogger

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Sind Blogs eigentlich Presse? Was dürfen Blogger veröffentlichen und was nicht? Wann dürfen Gespräche zitiert werden? Und was gilt es bei der Recherche zu beachten? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Thomas Schwenke von Advisign in der Serie „Basiswissen Journalismus“ beim Upload-Magazin.

Ein Journalist ist zur “wahrheitsgemäßen Berichterstattung verpflichtet“, sagt das Bundesverfassungsgericht. “Wahrheitsgemäß“ bedeutet aber nicht, dass nur die “Wahrheit“ erlaubt ist. Denn diese ist oft nicht zu ermitteln. Z.B. wenn es keine Zeugen für ein Geschehen gibt.

“Wahrheitsgemäße Berichterstattung“ bedeutet daher, dass die Presse die journalistische Sorgfaltspflicht einhalten muss. Das heißt, dass ein Journalist nur das veröffentlichen darf, was er nach gründlicher Recherche für richtig hält.

„Basiswissen Journalismus: Presserecht für Journalisten und Blogger“. Artikel vollständig lesen