Telemedicus

Monatliche Archive

„Rätselhafte Entscheidung“: BILD gegen Presseratsrüge

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Der Presserat hat eine öffentliche Rüge gegen die BILD-Zeitung ausgesprochen und sich damit einmal mehr den Zorn derselben zugezogen: Grund für die erneute Auseinandersetzung ist die Berichterstattung zum Absturz eines Flugzeuges im Himalaya. Dabei starben auch zwölf deutsche Touristen. In der Gesamtberichterstattung über diesen Unglücksfall sah der Beschwerdeausschuss des Presserats einen Verstoß gegen den Pressekodex. Artikel vollständig lesen

Creative Commons: Umfrage zu „non-commercial“ Lizenzen

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Creative Commons macht derzeit eine Umfrage zur Abgrenzung von kommerzieller und nicht-kommerzieller Nutzung freier Werke. Die Lizenzen von Creative Commons überlassen Urhebern die Wahl, ob sie ihre Werke auch für kommerzielle Nutzung frei zur Verfügung stellen. Aber was bedeutet eigentlich „kommerziell“? In der deutschen Übersetzung der Lizenzen heißt es derzeit dazu:

„Die Rechteeinräumung gemäß Abschnitt 3 gilt nur für Handlungen, die nicht vorrangig auf einen geschäftlichen Vorteil oder eine geldwerte Vergütung gerichtet sind („nicht-kommerzielle Nutzung“, „Non-commercial-Option“).“

Doch hier gibt es viel Spielraum für Interpretationen. Gelten zum Beispiel für Unternehmen die selben Maßstäbe wie für gemeinnützige Organisationen? Zählt auch die Finanzierung von Webseiten über Werbung? Zu diesen und vielen anderen Fragen hat Creative Commons nun einen umfangreichen Fragebogen online gestellt, um von den Nutzern zu erfahren, wo sie die Grenze zwischen kommerzieller und nicht-kommerzieller Nutzung sehen.

Zum Fragebogen (englisch). Artikel vollständig lesen

Presserat weitet Zuständigkeit auf Telemedien aus

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Beschwerden ab 1.1.2009 möglich

Vom kommenden Jahr an will sich der Deutsche Presserat, als freiwillige Selbstkontrolle der Printmedien in Deutschland, auch mit Beschwerden über journalistisch-redaktionelle Beiträge in Telemedien auseinander setzen. Der Sprecher des Presserats, Manfred Protze, begründet die Zuständigkeitsausweitung wie folgt:

Journalistisch-redaktionelle Online-Beiträge sollten den gleichen Standards gerecht werden, die auch für die gedruckten Veröffentlichungen gelten. Die Ausweitung des Pressekodex auf den Online-Bereich und die Möglichkeit für Leser und User, sich über Publikationen auch aus dem Internet beim Presserat zu beschweren, kann die Glaubwürdigkeit der einzelnen Online-Medien enorm stärken

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Programmbeschwerde zu Call-in-Shows: Antwort von der BLM

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Anfang des Jahres hatten Christiane Müller und ich eine Programmbeschwerde an die Bayerische Landeszentrale für neue Medien verschickt. 11 Monate und 14 Tage später kam die Antwort:

Bayerische Landeszentrale für neue Medien
Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Recht

Simon Möller
Legdenweg 52
48161 München

Programmbeschwerde: Call-in-Shows der Sender kabel eins, VIVA und DSF
Hier: Ihr Schreiben vom 16.01.2008 – Programmbeschwerde nach Art. 17 BayMG

Sehr geehrter Herr Möller,

für Ihre Anregungen und rechtlichen Ausführungen in Ihrem Schreiben vom 16.01.2008, in welchem Sie eine Programmbeschwerde nach Art. 17 BayMG einlegen, danken wir Ihnen.

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Nachbesserung beim TMG: Bundestag diskutiert FDP-Entwurf

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Die FDP-Bundestagsfraktion hat eine Änderung des Telemdiengesetzes (TMG) vorgeschlagen; heute Nacht wird das Parlament über den Entwurf beraten. Mit der Novelle sollen insbesondere strittige Haftungsfragen im Internet ausdrücklich geregelt werden. Das TMG ist Anfang 2007 beschlossen worden und gilt seit dem 1. März 2007. Schon bei der Verabschiedung war klar, dass das Gesetz Lücken enthält, die bald geschlossen werden müssen. Das ist bisher nicht geschehen. Der Bundestag hat entsprechende Anträge von FDP, Bündnis 90 / Die Grünen und der Linken im Mai dieses Jahres abgelehnt. Nun startet die FDP einen neuen Versuch. Artikel vollständig lesen

NRW-Justizdatenbank mit seltsamem Copyright-Hinweis

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Die „Justizdatenbank NRW“ enthält viele Gerichtsurteile der NRW-Gerichte sauber aufbereitet. Die „Verfahrenspflegestelle NRWE“ hat die Datenbank um folgenden Schutzrechts-Hinweis ergänzt: Artikel vollständig lesen

OLG Düsseldorf entscheidet zur Fusion ProSieben/Sat.1 und Springer

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Der Axel Springer-Verlag und ProSieben/Sat.1 durften sich nicht zusammenschließen – das hat das OLG Düsseldorf heute entschieden. Damit bestätigt es eine Entscheidung des Bundeskartellamts aus dem Jahr 2006 sowie – indirekt – auch die Verfügung der Rundfunkaufsicht KEK.

Die Entscheidung ist für die zukünftige Unternehmenspolitik des Axel Springer Verlags hoch relevant. Der größte Zeitungsverlag Deutschlands hatte im Jahr 2005 agressiv versucht, die Sendergruppe von dem Finanzinvestor Haim Saban zu kaufen, war aber dann an der Wettbewerbsaufsicht gescheitert. Auch nach Verhängung des Fusionsverbots hat der Konzern immer wieder bestätigt, dass er, sollte die Kartellamts-Entscheidung aufgehoben werden, einen neuen Übernahmeversuch starten wolle. Artikel vollständig lesen

„Wir sind schon nackt“: Simitis über Bodyscanner

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Noch vor wenigen Wochen wurden sie von Schäuble als „Unfug“ abgelehnt, nun sollen sie doch von der Bundespolizei getestet werden: Die Rede ist von den sog. „Nackt-Scannern“. Die EU-Kommission möchte diese Geräte an Flughäfen einsetzen; sie durchleuchten Personen mittels Terrahertz-Strahlen bis unter die Kleidung. Dadurch werden nicht nur versteckte Gegenstände sondern auch Körperkonturen sichtbar. Das Deutschlandradio hat Prof. Spiros Simitis von der Universität Frankfurt zum Einsatz solcher Scanner interviewt. In dem Beitrag erklärt er u.a., worin genau die Grundrechtsverletzung dabei liegt:

Was gegen die Menschwürde verstößt, ist, dass ein Bild von Ihnen produziert wird, das mit Ihrem Aussehen, mit Ihrer Person nicht mehr vereinbar ist und dass man dieses Bild immer wieder produziert, ohne Sie vorher gefragt zu haben und ohne Ihnen die Möglichkeit zu geben, etwas dagegen zu sagen.

Ansonsten kann der Datenschutzexperte die Aufregung um solche Apparate nicht verstehen. Schließlich seien wir schon alle dadurch „nackt“, dass es kaum Daten über uns gebe, die nicht gesammelt werden. Damit seien sie nur Teil eines Prozesses, den man ingesamt nicht hinnehemen dürfe.

Zum Interview im Deutschlandradio. Artikel vollständig lesen

LG Hamburg: StudiVZ vs. BoerseVZ (Volltext)

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Der Zusatz „VZ“ in Domains kann eine Verwechslungsgefahr mit „studiVZ“, „schuelerVZ“ und „meinVZ“ begründen. Das hat das LG Hamburg Anfang Oktober entschieden. Dem Studenten-Netzwerk StudiVZ ist damit ein weiterer Sieg im Kampf um die Vorherrschaft unter den VZ-Domains gelungen. Von „PokerVZ“ bis „RotlichtVZ“: Schon viele Internet-Portale haben in den vergangenen Monaten einstweilige Verfügungen für ihr „VZ“ im Namen kassiert – diesmal hat es das Portal „boerseVZ“ getroffen. Artikel vollständig lesen

Online-Shopping-Quiz auf Spiegel Online

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Es ist außergewöhnlich, dass ein überregionales Medium einen externen Autoren als „unseren Rechtsexperten“ vorstellt. RA Dr. Tobias Gostomzyk (auch bei Telemedicus Autor) ist auf „Spiegel Online“ diese Ehre zuteil geworden:

Wer hat je behauptet, juristische Themen seien langweilig? Die Leser von SPIEGEL ONLINE sind offenbar nicht dieser Meinung: Unser Rechtsirrtümer-Quiz „Heute schon straffällig geworden?“ zu kniffligen Fragen des Urheberrechts stieß auf reges Interesse, sorgte für eine regelrechte E-Mail-Flut. Zahlreiche Leser stellten teils hoch spezifische Fragen an unseren Rechtsexperten, den Medienanwalt Tobias Gostomzyk, der auch für das folgende Quiz verantwortlich zeichnet.

Das letzte Quiz war in der Jurablogs-Szene rege kommentiert worden, selbst auf dem Beck-Blog wurde über die Richtigkeit der Fragen (kontrovers) diskutiert.

Zum neuen Quiz „Fallstricke des Online-Shoppings“ auf Spiegel Online. Artikel vollständig lesen